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Grausame Tests für Profit

Die ‘Fettgrube’

Ein Jahr lang wurden 32 Affen bei Covance oral mit einer Sonde ernährt. Die Studie wurde für einen der großen Pharmakonzerne durchgeführt und erhielt vom Personal den Beinamen “Fettgrube”, denn die Testsubstanz war dickflüssig, schwarz und fettig. Jeden Tag, 365 Tage lang, bekamen die Affen in dem Fettgruben-Test dicke Sonden in den Schlund gestoßen, um ihnen die teerartige Flüssigkeit einzuflößen. Natürlich mussten die Tiere aus ihren Käfigen gezerrt werden für diesen täglichen Missbrauch, und viele versuchten aus Leibeskräften, ihren Mund fest geschlossen zu halten. Aber da gab es ja immer die “Beißstange” …

Aus der Akte der Ermittlerin:
“Ich verabreichte Fettgrube heute, während ‘J’und ‘T’ das Einfangen übernahmen und ‘R’ R’ die Sache mit der Beißstange. Ein Mädchen aus der Abteilung für Nager kam, um bei einem Teil der Dosisverabreichungen zuzuschauen. Als einer der männlichen Affen, Ninja, seinen Mund nicht für die Verabreichung aufmachen wollte, schlug ‘R’ ihn mehrere Male so kräftig mit der Beißstange ins Gesicht, dass man es hören konnte, und sie benutzte die Beißstange dann auch, um ihm den Mund aufzuhebeln. ‘R’ sagte: ‘Du bist vielleicht heute blöd’, und nachdem er die Dosis erhalten hatte warf ‘T’ ihn zurück in seinen Käfig.

“‘T’ schrie den nächsten Affen an ‘Du Hurensohn’,und ‘R’ stieß ihn mit der Beißstange gegen den Mund. ‘T’ sagte zu ihr: ‘Du wirst ihn umbringen!’ worauf ‘R’ antwortete: ‘Ich werde sie ihm den verdammten Schlund runterstoßen.’ Als ‘T’ die Affen fing, schrie er sie an und sagte Sachen wie ‘Blödmann’, ‘Halt deinen verdammten Kopf hoch, Arschloch’ und ‘Du kleines Arschloch.’” 

Am 26. Oktober 2004 erzählten Kollegen PETA’s Ermittlerin, dass übers Wochenende ‘J’ einem “Fettgruben-Affen” die Sonde in die Lunge, anstatt in den Magen geschoben habe und dass die Mitarbeiter “ihn kopfüber nach unten gehalten und geschüttelt haben”, um zu sehen, ob sie irgendwas von der schleimigen Substanz aus der Lunge rausbekämen, aber “nur blutiger Schaum kam raus.” Das Tier brauchte mindestens 45 Minuten zum Sterben.

 


Am 20. Januar 2005 stand das unmittelbare Ende dessen, was sicherlich ein unendlich langes Jahr des Leidens für diese Tiere gewesen war, bevor. Alle grease pit** Affen wurden sediert und zu einem anderen Gebäude in einem unbeheizten Golf-Cart bei frostig kalten Temperaturen gefahren. Dort ließen Obduktionstechniker sie in Edelstahlwannen ausbluten, bis sie tot waren, und sortierten ihre Körperteile aus..

Behandlung verweigert

Am 13. Dezember 2004 erhielten 10 Cynomolgus-Affen die erste Dosis einer unbekannten Substanz. Den Covance Mitarbeitern wurde vom Leiter der Studie mitgeteilt, der Kunde rechne mit Todesfällen, aber unsere Ermittlerin konnte schlichtweg nicht glauben, was sich in den nächsten beiden höllischen Wochen ereignete. Man steckte die Affen in große Plastik-Arretierröhren und verabreichte ihnen 14 Tage lang jeden Tag mittels einer 10 Minuten dauernden Infusion in die Beinvene die Dosis. Nachdem die Infusion mit der Substanz eingelaufen war, nahm man den Affen nach fünf, 15 und 30 Minuten sowie nach ein, zwei, vier, sechs, acht und 12 Stunden nach des Verabreichung Blut ab. Jedes Mal, wenn man ihnen Blut abnahm, wurden die völlig verängstigten und todkranken Tiere aus ihren Käfigen gezerrt und in die durchsichtigen Plastikröhren gestopft. Innerhalb weniger Stunden nach der ersten Dosis, wurde Affe #23, einer in der Gruppe mit hoher Dosis, ataxisch - was in der Laborsprache bedeutet: keine Koordination der Bewegungen. Am folgenden Tag wurden sowohl die Tiere aus der Gruppe mit mittlerer wie auch hoher Dosis ataxisch, wobei Affe #22 buckelte und inaktiv war. Am 3.Tag sagte man den Tierbetreuern, die die Dosis verabreichten, dass der Kunde nicht wünsche, dass der Tierarzt sich irgendwie einmische. Man gestattete den Tierbetreuern, das Leiden der Tiere als “Beobachtungen” im Computersystem zu vermerken, aber sie durften keinen Tierarzt hinzuziehen. Affe #23 hörte auf, das Bein zu benutzen, in das man ihm die Infusion mit der Substanz gab, und schon bald umgab die Infusionsstelle nekrotisches (totes) Gewebe. Sein Bein war bis runter zum Fuß angeschwollen. Also verabreichten sie ihm jetzt seine Dosis in das andere Bein, was zu demselben entsetzlichen Leiden führte. Die Mitarbeiter erhielten die Anweisung, #23 und jedem anderen Affen, dessen Beine unbrauchbar geworden waren, die Dosis in den Schwanz zu geben . Der Schwanz dieses armen Affen wurde nekrotisch. Am 17. Dezember verfiel Affe #22 in Krämpfe, als man ihm die Dosis verabreichte, und unsere Ermittlerin informierte, gegen die Anweisungen, den Tierarzt - aber nutzlos. Sie mussten die Krämpfe als “Beobachtung” in den Computer eingeben. Am 21. Dezember 2004 verfiel, nach den Aufzeichnungen unserer Ermittlerin, einer der weiblichen Affen in Krämpfe, als sie in der Röhre steckte, und ein anderes Weibchen fing in der Röhre an, sich zu erbrechen, in der sie während der gesamten 10 Minuten der Dosisverabreichung und der 5 Minuten Blutentnahme steckte. Man brachte sie zurück in ihren Käfig den ganzen Körper voller Erbrochenem. Die Kollegin unserer Ermittlerin sagte ihr, dass ‘K,’ der Leiter der Studie, am Wochenende gar nicht kommen werde, was er eigentlich zu tun versprochen hatte, daher sprach unsere Ermittlerin mit ‘J,’ der Toxikologin, um ihr von dem grauenhaften Zustand der Affen zu berichten. Nichts wurde unternommen. Die Affen wurden zwei Tage nach Weihnachten getötet, außer #23, der schon etwas früher als die anderen getötet wurde, weil seine Beine so nektrotisch waren.

In einem Gespräch am 3. Januar 2005, erzählte die angehende Tierärztin bei Covance unserer Ermittlerin, dass der Leiter der Studie sie angewiesen habe, sich die Tiere anzuschauen, unmittelbar bevor sie getötet werden, damit man im Bericht schreiben könne, ein Tierarzt habe sie sich angesehen, aber was den Punkt angelangt, dass Mitarbeiter oder Tierärzte um eine Behandlung während der 14 Tage bitten dürften, sagte sie: “Das durften wir nicht! Alle diese Seiten, die ‘J’ [die Toxikologin] geschickt hat—Ich durfte keinen Blick auf die Tiere werfen. Es war entweder Tod oder nichts.”

 





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