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Covance, Big Tobacco, und rauchende Beagles: Wissenschaft im öffentlichen Interesse?

Dokumente, die aufgrund eines Tabakabkommens öffentlich wurden, decken die enge Beziehung zwischen Big Tobacco und Covance (früher bekannt unter dem Namen Hazleton) seit einem Zeitraum von mehr als 30 Jahren auf. Ein Bericht aus dem Jahr 2000, erstellt von der Imperial Tobacco Group in Großbritannien, beschreibt den Bau einer "zweckorientiert gebauten Forschungseinrichtung in Harrogate, Yorkshire, um Forschung zu betreiben" im Zusammenhang mit dem Rauchen, in dessen Rahmen Tieren "große Mengen" "Zigarettenrauchkondensat" auf die Haut aufgetragen wird. Der Bericht weist darauf hin, dass "1974 die Labors in Harrogate an die Hazleton Laboratories verkauft wurden und von da an" Tabakexperimente—einschließlich Inhalationsexperimente—unter Vertrag mit Hazleton durchgeführt wurden.

Ein vertraulicher Bericht von 1978 beschreibt Experimente, die in Hazletons Labors in Reston, Virginia, durchgeführt wurden—derselben Einrichtung, in die Hazleton/Covance Ebola-infizierte Affen von den Philippinen einführte—die unter anderem umfassten: "die chronische Exposition männlicher Beagle-Hunde gegenüber vollständigem Zigarettenrauch und Rauch, der mit Kohlenmonoxid (CO) angereichert wurde." Die Hunde wurden nach Beendigung der Studie getötet. Ein Aufsatz von 2002 im Journal Inhalation Toxicology verdammte Inhalationsexperimente an Tieren wie die, die bei Hazleton durchgeführt wurden, weil sie nicht in der Lage waren aufzuzeigen, dass Zigarettenrauchen  das Krebsrisiko beim Menschen erhöht. Der Artikel merkt an, dass "eine wesentliche Erhöhung der Zahl an malignen Tumoren im Atemwegssystem nicht vorgefunden wurde bei Ratten, Mäusen, Hamstern, Hund oder nichtmenschlichen Primaten bei Langzeit-Exposition gegenüber sehr hohen Konzentrationen Rauch von handelsüblichen Zigaretten." Folglich waren die Inhalationsexperimente bei Hazleton verantwortlich für das Leiden von Tieren in Experimenten und von Menschen.

1998 führte Covance Experimente durch, die "belegten", dass selbst die extremste Exposition als Passivraucher nur dem Rauchen von sechs bis neun Zigaretten pro Jahr entspricht. Es wurde später aufgedeckt, dass diese Studie gesponsert wurde vom Centre for Indoor Air Research (Zentrum für Raumluftforschung), einer Tarnorganisation der Tabakindustrie. Im Gegensatz zu den Ergebnissen von Covance berichtet das US-amerikanische Gesundheitsministerium, dass die Exposition als Passivraucher das Risiko von Lungenkrebs und Herzerkrankungen beim Menschen erheblich steigert.

Vertrauliche Dokumente, gedruckt auf Covance Briefbögen und datiert vom 10. Juli 2002, identifizieren ein 40 Personen umfassendes "Philip Morris/Covance Projekt Team" mit dem Ziel, eine enge Beziehung aufzubauen, in dessen Rahmen Covance Studien für Philip Morris durchführen soll. Bei einer im November 2005 in Manila abgehaltenen Konferenz für TABINFO, eine Tabakhandelsorganisation, führte Covance eine Präsentation durch unter dem Titel "Wie kann Covance die Bedürfnisse der Tabakindustrie in Bezug auf Forschung und Entwicklung unterstützen?"

Im krassen Gegensatz zu den Behauptungen von Covance, dass dem Unternehmen etwas am Tierschutz liege, enthüllten Videoaufnahmen, die von PETA in Covance-Labors gemacht wurden, abgrundtiefe Formen der Tierquälerei und Vernachlässigung. Geldstrafen, die vom US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium verhängt wurden gegen Covance aufgrund der schweren Verstöße gegen das Bundes-Tierschutzgesetz, belegen einmal mehr die Falschdarstellung seitens Covance, was ihre Behandlung von Tieren angeht. Und entsprechend präsentiert Covance die Selbstdarstellung eines Unternehmens, dem etwas an Menschen liegt und das "Wunder auf den Markt" bringen will. Covance's langjährige Beziehung zu Big Tobacco zeichnet da allerdings ein ganz anderes Bild—eines von einem Unternehmen, dem mehr an Profit liegt als an Menschen oder anderen Tieren.

So können auch Sie helfen, Covance zu bekämpfen!

Hier erfahren Sie mehr über Experimente an Primaten.



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