Am 8. Oktober 2004 stieg PETA’s Ermittlerin in einen Van zusammen mit anderen Covance Mitarbeitern und fuhr mit zum Armed Forces Radiobiology Research Institute (AFRRI) mit 20 Affen in kleinen Käfigen. Das Covance Personal hatte diese Affen in den letzten paar Wochen für eben diesen Tag an die speziellen Boxen “akklimatisiert”.
Aus der Akte der Ermittlerin vom 22. Juli 2004:
Aus der Akte der Ermittlerin vom 8. Oktober 2004:
“Heute war der Tag, an dem wir die [Name des Pharmakonzerns] Rhesusaffen zu AFRRI brachten, damit sie dort bestrahlt werden. Morgens kamen mehrere von uns, um die Affen ‘vorzubereiten’. Ich rasierte ihnen die Rückseite der Beine … und ihren Oberschenkelbereich. Manche der Affen schauten so beängstigt, als ob ich ihnen all ihr schönes Haar abrasieren würde - ohne eine Ahnung, was da vor sich geht oder was sie als nächstes erwartet. Jeder Affe wurde dann gewogen und in seine Transportbox gesetzt. Diese Transportboxen waren extrem klein - nur etwa 100 cm breit, 65 cm hoch und 65 cm tief, und diese Fläche war unterteilt in zwei, so dass zwei Affen pro Box transportiert werden können. Innen waren die Boxen sehr dunkel und nur mit einem kleinen Metallbereich versehen, der Löcher auf beiden Seiten der Transportbox enthielt.
“Nachdem man alle Affen in ihre Transportboxen verfrachtet hatte, wurden sie runtergebracht und auf den LKW geladen. Der Lärm war ohrenbetäubend, und ich bin sicher, dass die Affen Todesangst hatten. Die Affen wurden auf dem LKW transportiert, und wir folgten ihm in einem Van.
“Als wir bei AFRRI ankamen, mussten wir alle durch die Sicherheitskontrolle, und sie durchsuchten sogar unseren LKW. Der LKW mit den Affen wurde zu einer Laderampe** geleitet. Wir nahmen immer zwei Affen gleichzeitig aus ihren Transportboxen und steckten sie in die Boxen. Sie kamen dann auf einen kleinen Transportwagen und wurden durch ein paar Gänge gekarrt, bis zu einem Raum mit großen Stahltüren auf einer Seite. Als ich durch die Türen schaute, sah ich einen enorm großen Raum, der ungefähr vier Stockwerke nach unten abfiel. Am Boden befand sich ein kleiner, schmaler, viereckiger Pool mit einem kleinen Tisch in der Mitte. Zwei Männer kamen und nahmen mir die Affen ab und karrten sie zu einem kleinen offenen Aufzug, der nach unten in den Abgrund gefahren wurde. Die Männer nahmen die Affen und platzierten sie auf den Tisch oberhalb des Pools, sich mit den Gesichtern abgewandt in ihren Boxen, so dass sie auf nichts anderes schauen konnten als dieses unendlich tiefe Loch.
“Die Männer kamen zurück nach oben ins Büro und schlossen die Stahltüren. Da saß ein Mann an einem Schreibtisch mit einem Computer und mehreren Bildschirmen. Er zeigte mir, dass man die Affen unten in der Grube sehen konnte. Abhängig von ihrem Gewicht und der Körpermasse wurden die Affen verschieden lange bestrahlte, und es kam ein großer roter Stab aus dem Wasser und man hörte lauten Maschinenlärm. Jede Zweiergruppe ließ man dann etwa fünf Minuten in dem Raum alleine, arretiert, unfähig, auch nur ihren Freund zu sehen, mit stechenden Geräuschen und dem großen roten Stab, der aus dem Wasser kommt. Selbst über die verschwommenen Kamerabilder konnte ich den Ausdruck der Angst auf dem Gesicht der Affen erkennen, und ich werde niemals vergessen, wie völlig verängstigt und hilflos sie blickten.
“Die Rhesusaffen wurden wieder rauf gebracht, zurück zum LKW gekarrt und in ihre Boxen gesteckt. In verschiedenen Intervallen wurden sie aus den Boxen herausgeholt, um ihnen entweder eine Dosis zu verabreichen oder Blut abzunehmen. Als wir endlich fertig waren und nach Hause zurück fuhren, mussten sie sogar noch mehr Blut abgenommen bekommen, bis man sie endlich in Ruhe ließ.
“Ich werde die Erlebnisse im Zusammenhang mit AFRRI nie vergessen und wie ich mit ansehen musste, dass diese armen Tiere bestrahlt wurden. Die Angst auf ihrem Gesicht in jedem einzelnen Tagesabschnitt werden mir nie mehr aus dem Gedächtnis gehen -insbesondere der Anblick ihrer kleinen verängstigten Gesichter auf den Bildschirmen, als man sie bestrahlte gegen ihren Willen und unfähig, irgendetwas zu tun, ja nicht einmal bewegen konnten sie sich.”